Obi

Projekte in der Gemeinde Obi

Die Gemeinde Obi liegt im Norden von Uganda ca. 30 km nördlich von Arua dem Verwaltungszentrum und Bischofssitz. Obi liegt am Mount Wati, dem mit 1250 m höchsten Berg im West-Nil Gebiet. Die Gegend hat eine üppige natürliche Vegetation (Busch- und Baumbestand), teilweise ist Ackerbau möglich. Sie ist verkehrsmäßig wenig erschlossen und Ziele sind oft nur zu Fuß zu erreichen.

 

Straße nach Obi

So fing es an mit unseren Kontakten:

Father Robert Butele aus Obi, uns als früherer Kaplan von Fr. Cosmas Alule aus Arua persönlich bekannt, studierte inzwischen in Frankfurt mit dem Ziel der Promotion. Er wurde von uns 2009 zur Teilnahme an einer Jugendmesse und Veranstaltung über seine Heimat in Afrika im Rahmen der „Jugendkirche“ zu uns eingeladen. Spontan wurde die Kollekte in der Messe an ihn weiter gegeben.

Er hat dann mit uns überlegt, wie er in seiner Heimat mit unserer Unterstützung helfen könnte. Wir erfuhren, dass trotz Schulpflicht der Staat noch nicht in der Lage gewesen war in seiner abgelegenen Heimat die Grund- bzw. Hauptschule zu errichten und zu unterhalten. Seine Leute hatten dann vor Jahren die Initiative ergriffen und privat die Mount Wati Primary School (aktuell über 600 Schüler) errichtet. Zwei Gruppen würden in festen Gebäuden unterrichtet, eine Gruppe in der Kirche und andere „unter dem Baum“. Für ein neues Gebäude würden zurzeit die Grundmauern in Eigenhilfe errichtet. Engagierte Gemeindemitglieder stellten die erforderlichen Steine selbst her. Diese Situation war eine klassische Aufgabe nach dem Kolping Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“.

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Die Kollekte und weitere finanzielle Hilfe war nötig für den Kauf von Zement (damit nicht mit Matsch sondern stabil gemauert werden kann), die Dacheindeckung usw., eben alles für das Bargeld nötig ist. Der Unterricht unter einem Baum wurde bald Vergangenheit. Unser Engagement für die Schule wurde in den folgenden Jahren fortgeführt. So haben wir z. B bei der Anschaffung von Schulbüchern geholfen. Die Anerkennung vom Staat (vor allem die Bezahlung der Lehrer) ist inzwischen gegeben.

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Schulbücher

Die weiteren Bau-Aufgaben waren und sind das Bohren von Brunnen, der Bau von Toiletten und kleinen Häuser für die Lehrerfamilien. Wie bei uns ist es auch in Uganda schwer, Lehrer für den Unterricht auf dem Lande zu bekommen. Da kaum Straßen vorhanden sind, bedeutet der Besuch von oder nach Arua eine Tagesreise.

K F Obi Grüße Deutschland

Nach dem Kolping Prinzip „HILFE ZUR SELBSTHILFE“ wurde weiter in Zusammenarbeit mit den Kolpingfamilien Obi durch Lieferung von Geräten (wie z.B. Nähmaschinen mit Fußbetrieb) und durch Vermittlung von Schul-Patenschaften viel erreicht.

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