Primary School Vurra – Arbeiten beginnen

Einer unserer Projektschwerpunkte in 2015 ist die Unterstützung unserer Partner in Vurra beim Bau einer Primary School.

Die vorbereitenden Arbeiten haben in den letzten Wochen begonnen. Eltern und Mitglieder der Kolpingfamilie haben angefangen Steine zu brennen. Zudem wurden erste Vorbereitungen für das Fundament getroffen.

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Damit die Grundschule schnellstmöglich fertig gestellt wird und auch noch eine „Grundausstattung“ für die Inneneinrichtung bekommt, benötigen wir noch Ihre Hilfe! Wie Sie uns unterstützen können, erfahren Sie hier. HERZLICHEN DANK!

Möchten Sie eine Schulpatenschaft für eine/n Schüler/in übernehmen? Alle Informationen zu unserem Programm „Bildung gegen Armut“ erhalten Sie hier. 

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Projektschwerpunkte 2015

Unsere Projektschwerpunkte für 2015 sind

  • weitere Unterstützung und Begleitung der laufenden Projekte
  • Ausweitung Projekt „Bildung gegen Armut“
  • Unterstützung beim Bau der Primary School Vurra
  • Schulmaterial für Secondary School Obi
  • Finanzielle Unterstützung Krankenstation Ocodri

Details zu den Projektschwerpunkten gibt es hier zum Download: 2015-03-12 Projektschwerpunkte 2015

Für die Umsetzung der Projektschwerpunkte benötigen wir noch Ihre Unterstützung! Wie Sie uns helfen, erfahren Sie hier.

Unterwegs in der Heimat von Cosmas Alule

Uganda – die Perle Afrikas

Die kleine Frauengruppe kam am 3. Oktober 2014 erst mit 12-stündiger Verspätung am nördlichen Ufer des Viktoria-Sees an, und dann fehlte auch noch ein Koffer. So waren Elke Luig aus Garbeck, Karina Fittkau aus Küntrop und Walburga Vermillion aus Balve froh, als sie endlich um 2 Uhr nachts bei Cosmas Alule in den Landrover steigen konnten, um noch eine Stunde von Entebbe nach Kampala zu fahren und dort endlich schlafen zu können.IMG_1608

Am Morgen tauschten wir Geld und wurden gleich Millionäre, da 1 EUR ca. 3400 Ugandaschillinge sind. Für so viel Geld waren unsere Geldbörsen viel zu klein, auch wenn jede von uns nur 300 € umtauschte. Cosmas Alule fuhr mit uns auf einen der 7 Hügel Kampalas zur katholischen Kathedrale. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt und Cosmas Alule zeigte uns, dass er nicht nur Theologe ist. Als Organist an der ersten Orgel der Kathedrale aus dem Jahr 1915 spielte er in beeindruckender Weise „Großer Gott, wir loben dich“.

Wir fuhren noch einmal zurück nach Entebbe. Der fehlende Koffer war eingetroffen.

Hier im Süden Ugandas ist alles dicht besiedelt. Viele Menschen sind zufuß unterwegs, weniger schon mit dem Fahrrad oder Motorrad und noch weniger mit dem Auto. Kampala im Feierabendverkehr ist trotzdem genauso verstopft wie hiesige Großstädte, nur dass es dort fast keine Ampeln, kaum Beschilderungen und erst recht keine Hinweistafeln gibt. Aber Monsignore Cosmas Alule fand sicher den Weg.

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Am nächsten Tag verließen wir sehr früh die 1,2Mio-Stadt Richtung Norden. Knapp 350 Km sind es bis Gulu, unserem nächsten Ziel. Grün ist dieses Land und wasserreich, die Temperaturen sind gemäßigt und jetzt in der kleinen Regenzeit für Westeuropäer sehr angenehm wie bei uns im Sommer. Vorbei an Dörfern und kleinen Siedlungen, am Straßenrand immer wieder schwer bepackte Fußgänger oder Schulkinder in Uniform fuhren wir nach Norden. Die Hauptverkehrsverbindung ist eine mittelprächtige Landstraße.

Ca. auf halber Strecke mußten wir den Nil überqueren und bekamen einen wunderbaren Blick auf die Karuma-Wasserfälle. Hier begegneten wir auch den ersten Pavianen. Kurz danach bog Cosmas nach links von der Hauptstraße ab und es ging einen Feldweg entlang in den Murchison-Falls-Nationalpark. Er wollte mit uns in einem Hotel direkt am Nil zu Mittag essen. So saßen wir auf einer Terasse mit Blick auf den Fluss, beobachten die Nilpferde und Elefanten, genossen leckeres afrikanisches Essen und konnten uns nicht sattsehen an der fremden afrikanischen Welt.

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Von jetzt ab war die Straße nur noch selten asphaltiert und in gutem Zustand. Es regnete zeitweilig und wir waren froh, dass Pastor Cosmas einen höher gebauten Allrad-Landrover hat und uns damit sicher über die von Sturzbächen getränkten Straßen fuhr. Am Abend   erreichten wir das Priesterseminar Alokolum in Gulu, ein Gelände mit Wohn- und Studienräumen, Sportplätzen, Feldern und Ställen für das Vieh und natürlich einer Kirche. Dort beteten wir mit allen Bewohnern des Geländes um 19 Uhr die Komplet, das Abendgebet der Kirche und freuten uns über den wunderbaren mehrstimmigen Gesang.

Nach dem Abendessen mit den Dozenten und Angestellten des Seminars konnten wir bei dem abendlichen Beisammensein alle kennenlernen und große Freude auslösen, weil wir jedem der 15 Dozenten einen Computerstick mitgebracht haben und den Studenten Basketballtrikots.

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Der nächste Tag begann mit dem Morgengebet (Laudes) und anschließender Messe. 216 Studenten werden hier unterrichtet. Das Seminar platzt aus allen Nähten. In drei Jahren absolvieren die jungen Männer hier den 1. Teil ihrer theologischen Ausbildung, der mit dem Philosophikum abschließt.

Sie wechseln dann noch einmal den Studienort, um in einem anderen Seminar noch einmal drei Jahre weiter zu studieren. Die jungen Männer kommen aus allen Landesteilen und verschiedenen Stämmen. Das Zusammenleben, -lernen und –arbeiten ist auch eine Bewährungsprobe. Im ersten Studienjahr gibt es keine Einzelzimmer. Verschiedene Kulturen prallen aufeinander. Stellen Sie sich vor, dass Bayern, Ostfriesen und Sachsen auf engstem Raum zusammen leben.

Die jungen Männer müssen ihre Ausbildung hier selbst finanzieren. Die meisten werden durch ihre Familie oder ihren Clan unterstützt. Trotzdem ist es eine große Herausforderung für den Leiter, Dr. Cosmas Alule, die Einrichtung möglichst kostengünstig zu führen. So werden viele der benötigten Lebensmittel in der institutseigenen Landwirtschaft hergestellt. Dafür ist zum Beispiel auch der Trecker vorgesehen, für den zur Zeit noch immer gesammelt wird. Außerdem bittet Pastor Alule darum, einzelne Priesteramtskandidaten finanziell zu unterstützen. Nicht jeder Student hat eine reiche Familie im Rücken. Manche kommen aus sehr einfachen, ärmlichen Verhältnissen und wissen nicht, wie sie den minimalsten Anteil für ihre Ausbildung aufbringen sollen.

Wir konnten feststellen auf unserer Reise, dass in einem Land, das zu 80 % christlich und katholisch ist, die örtlichen Priester die wichtigsten Entwicklungshelfer sind.

So drückte zum Beispiel Pastor Samuel, der Kolpingpräses der Diözese Arua, einem jungen Mann, der kein Geld für seine Schulausbildung hatte, einen Spaten in die Hand und forderte ihn auf, einen Teich auszuheben, dort Fische zu züchten und diese zu verkaufen, um damit seine weitere Schulbildung zu finanzieren. Viele der Priester sind nicht nur akademisch sondern auch lebenspraktisch gebildet und tragen so zur Entwicklung in dem im ländlichen Raum doch sehr armen Landes bei.

Deshalb unterstützt der Ugandakreis der Kolpingsfamilie Garbeck auch weiterhin die Arbeit von Monsignore Dr. Cosmas Alule im Priesterseminar in Alokolum.

Von Gulu aus ging es auf „Feldwegen“ (nach hiesigen Maßstäben) quer durchs Land nach Westen Richtung Arua, der Heimatdiözese von Pastor Cosmas.

Untergebracht im Christus-Center, dem dortigen diözesanen Bildungshaus, unternahmen wir täglich Ausflüge zu den Orten, wo der Ugandakreis örtliche Kolpingsfamilien unterstützt oder andere Projekte fördert. Im Technischen Institut Ragem werden Schreiner, Elektriker, Automechaniker, Computerfachkräfte und Schneider ausgebildet. Hier wurde der Ersatzteilbedarf für die zum Teil aus Deutschland geschickten Maschinen erfragt.

In Ocodri, dem Heimatort von Pastor Alule, konnten wir sehen, wie eine Krankenstation nur mit einer Krankenschwester, einer Hebamme und einer Laborassistentin für ca. 14.000 Menschen arbeiten muss, wo ein Arzt höchstens einen Tag in der Woche mal reinschaut. Es gibt zwar Solarstrom für das Licht, aber dafür kein fließend Wasser und der nächste funktionierende Brunnen liegt 1,5 km entfernt. Hier sehen wir viel Unterstützungsbedarf für einen neuen Brunnen, der die Krankenstation, den Kindergarten und die Kirchengemeinde mit den umliegenden Häusern mit Wasser versorgen könnte.

So waren wir sehr froh, hier einen Koffer voll Medikamente auspacken zu können.

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In Orten wie Vurra oder Obi und Alia helfen die örtlichen Kolpingsfamilien durch Bildungsangebote und Sparaktionen sehr armen Familien zu bescheidenem Wohlstand z. B. durch ein Ziegenzuchtprojekt.

Überall wird deutlich, dass Bildung der wichtigste Entwicklungsfaktor gegen Armut ist und so sind wir sehr froh, dass durch die von der Kolpingsfamilie Garbeck vermittelten Schulpatenschaften gerade auch Mädchen und sehr arme Kinder eine Bildungschance bekommen können. Viele von den Patenkindern konnten wir persönlich kennenlernen und von einigen auch die persönliche Geschichte erfahren. So bekam die Armut viele Gesichter. So bekamen aber auch Hoffnung, Freude und Dankbarkeit viele Gesichter. Wenn ich allein an Jordan Feni denke, den Waisenjunge im Internat in Arua, der nicht wusste, wovon er die 50.000 Ugandashillinge (ca. 15 EUR) für seine verpflichtende Jahrgangsexkursion bezahlen sollte.

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Zehn Tage täglich unterwegs auf den Spuren verschiedener Projekte und Partnerschaften, das musste erst einmal sacken. Und so gönnten wir uns im letzten Teil unserer Reise einige touristische Elemente mit einer Löwensafari, einer Bootsfahrt auf dem Nil, einer Treckingtour zu den Murchison-Wasserfällen, einem Spaziergang durch den Regenwald, einem Besuch im Ugandamuseum, bei einer Vorführung traditioneller ugandischer Tänze und dem Genuss von Viktoriabarsch mit Blick auf den Viktoriasee.

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Uganda ist eine Perle in Afrika. Die Menschen sind gastfreundlich, lebensbejahend und strahlen viel Gelassenheit aus. Sie arbeiten hart, vor allem die Frauen und halten in ihren Clans und Familien vielfach noch gut zusammen. Ihr Glaube trägt und verbindet sie.

Darin können wir viel von ihnen lernen.

Dies war meine erste Reise. Aber bestimmt nicht die letzte dorthin.

Angst vor Ebola? – Nein, die hatten wir nicht. Bereits bei der Einreise in Uganda wurden wir mit Temperaturmessgeräten und Desinfektionsmittel empfangen und mussten ein Gesundheitsformular ausfüllen. Unsere Gastgeber haben immer für gutes gesundes Essen gesorgt und die Zähne wurden nur mit Mineralwasser gewaschen. Mit ein bisschen Vorsicht kann man auch in Afrika gesund bleiben.

Sie wollen mehr erfahren über die Projekte und mehr Bilder sehen? Schauen Sie auf der Website vom Ugandakreis der Kolpingsfamilie Garbeck.

Laptop, Tablet oder Digitalkamera gesucht

Übrigens – Ich suche für afrikanische Partner Laptops oder Tablets, können auch älter sein und Digitalkameras mit Batteriebetrieb.

Wer etwas davon übrig hat, kann sich bei mir melden (Tel. 02375/1817 od. 4969).

Elke Luig, Ugandakreis der Kolpingsfamilie Garbeck

Ideen für ein besonderes Weihnachtsgeschenk:

Eine Schulpatenschaft unterstützt mit 150 € jährlich den Schulbesuch eines jungen Menschen in Uganda. Jährliche Zeugnisse und Briefkontakte gewährleisten, dass das Geld auch wirklich ankommt.

Mit 200 € jährlich kann ein junger Mann auf dem Weg zum Priester unterstützt werden.

Der Ugandakreis verbürgt sich dafür, dass auch hier das Geld ankommt.

Dies sind nur zwei Projekte. Es gibt noch mehr.

Neuigkeiten aus unserer Partner Kolping-Familie In der Gemeinde Vurra

Kindergarten in Vurra (Blessed Adolph Kolping Nursery School)

Die Gemeinde träumte seit 1998 von der Errichtung eines Kindergartens. Der Pfarrer der Gemeinde  Fr. Celestino Onzima war 2002 mehrere Wochen Gast bei uns in Garbeck und informierte sich über Einzelheiten. Unter seinem Nachfolger wurde dann ein Kindergarten im Januar 2011 mit 75 Kindern eröffnet. Im Mai 2012 konnten schon 106 Kinder betreut werden. Die erste Gruppe der Kinder, die 2011 aufgenommen wurden, wurden Ende November 2013 feierlich von der ganzen Gemeinde mit einem Fest verabschiedet. Der jetzige Pfarrer schrieb uns bei der Ankündigung des Festes, dass die Nursery School ein wichtiger Weg zur Förderung („Marketing“) der Schulbildung ist.

Jetzt (20.Februar 2014) erhielten wir Bilder der „Graduation“ / feierlichen Verabschiedung des Jahrgangs 2011

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Anmerkung:

T-Shirt „EDUCATION IS LIGHT” des Kindergarten in Vurra:

Grundsätzlich ist in Uganda (früher englische Kolonie) wie in England Schulkleidung Pflicht. Das hat mehrere gute Gründe: Stolz der Kinder auf die Schule, das Dazugehören, Stolz der Eltern: „wir leisten uns die Ausbildung unserer Kinder“, keine Unterschiede zwischen den Schülern durch den Wunsch nach besonderen „Klamotten“. Grundsätzlich legt man in Uganda trotz des ständigen Mangels an Bargeld viel Wert auf saubere und farbenfrohe Kleidung. Das ist wie in vielen Ländern der Dritten-Welt eine Frage der Selbstachtung. T-Shirts, Jeans und weiße Hemden werden wie inzwischen in der ganzen Welt gern getragen. Daneben finden wir selbst hergestellte Kleidung aus den farbenfrohen einheimischen Stoffen